Zum Inhalt springen

Start / FPV-Wissen

FPV-Wissen

Hier lernst du FPV zum Anfassen: Drohne zerlegen, Schaltplan anklicken, Kanäle planen und Schritt für Schritt zum ersten Flug.

Neu bei FPV?

Vier Schritte, dann sitzt du in der Luft. Fang oben an und arbeite dich durch.

  1. Schritt 1

    Verstehen, was fliegt

    Zerleg die Drohne am Bildschirm und lern die wichtigsten Bauteile kennen.

  2. Schritt 2

    Im Simulator üben

    Hier darf alles schiefgehen. So bekommst du ein Gefühl für die Steuerung, ohne etwas zu zerbrechen.

    Zum Simulator →
  3. Schritt 3

    Den Weg zum ersten Flug gehen

    Sechs Wegpunkte vom Einkauf bis zum Spot, dazu die Checkliste vor dem Start.

    Dein Weg zum ersten Flug →
  4. Schritt 4

    Gemeinsam fliegen

    Komm zum Hallenabend und flieg mit anderen. Als Mitglied bist du dabei.

KAMERA · VORNE AKKU VIDEOSENDER PROPELLER MOTOR

Die Drohne in 3D

Scroll weiter, dann zerlegt sich die 5-Zoll-Freestyle-Drohne in ihre Bauteile. Tipp auf ein Bauteil: Du siehst, was es macht und worauf du achten musst.

Schaltplan zum Anklicken

Wähl dein Videosystem und deinen Empfänger, dann tipp auf eine Leitung: Du siehst, wohin sie gehört und was beim Löten oft schiefgeht.

Videosystem
Empfänger
  • Plus
  • Masse
  • Signal
  • Video
  • Motorphasen

Videosysteme im Vergleich

Analog oder digital? Wähl ein System und schieb den Regler: So verändert sich dein Bild, wenn das Signal schwächer wird.

Nachgestellte Darstellung zur Veranschaulichung, keine Messung.

schwach100 %stark

AnalogIm Detail: Analog

Digitale Systeme laufen nur mit Brillen desselben Systems, analoge Sender mit jeder analogen Brille.

Kanäle und Frequenzen

Sag, wie viele ihr gleichzeitig fliegt: Der Kanal-Rechner schlägt Kanäle vor, die sich nicht stören und in Deutschland erlaubt sind.

Kanal-Rechner

Wir fliegen zu viert: welche Kanäle?

Wie viele Piloten sind gleichzeitig in der Luft?

    Bänder einblenden

    Tipp auf einen Kanal, um Frequenz und Status zu sehen.

    Warum nur diese Kanäle?

    Jeder analoge Videosender funkt auf einem Kanal. Fliegen zwei Piloten auf demselben oder einem zu nahen Kanal, stören sie sich gegenseitig das Bild. Deshalb sucht der Rechner Kanäle mit möglichst viel Abstand und etwas Luft zu den Rändern.

    In Deutschland ist nur der Bereich von 5725 bis 5875 MHz frei nutzbar, mit höchstens 25 mW (EIRP). Kanäle außerhalb sind im Spektrum rot markiert.

    Wer mehr Kanäle oder mehr Sendeleistung nutzen will, braucht ein Amateurfunkzeugnis mit eigenem Rufzeichen.

    Dein Weg zum ersten Flug

    Sechs Wegpunkte vom Simulator bis zum Spot. Zieh die Strecke zur Seite oder nimm die Pfeile.

    WP 1 / 6

    WP 1

    Simulator am PC

    Steck deine Funke per USB an den PC und flieg im Simulator, zum Beispiel Liftoff, Velocidrone oder Uncrashed. Stell gleich den Acro-Modus ein, so fliegt später auch deine echte Drohne. Jeder Crash im Simulator kostet nichts.

    Zu HauseFunke

    WP 2

    Papiere und Versicherung

    Für jede Drohne brauchst du in Deutschland eine Haftpflichtversicherung, auch für den Tiny Whoop in der Halle. Hat sie eine Kamera oder wiegt sie 250 g und mehr, registrierst du dich beim Luftfahrt-Bundesamt als Betreiber und klebst deine e-ID sichtbar auf. Ab 250 g brauchst du dazu den EU-Kompetenznachweis A1/A3, den du online beim LBA machst.

    lba.de ↗

    WP 3

    Tiny Whoop in der Halle

    Ein Tiny Whoop wiegt nur ein paar Dutzend Gramm und hat Ringe um die Propeller. Crashs tun weder dir noch der Halle weh. Im Winter fliegen wir gemeinsam in der Halle, schreib uns und flieg mit.

    Hallentermine →

    WP 4

    Erster Flug mit Spotter

    Mit der Brille auf siehst du die Drohne nicht direkt. Deshalb steht ein Spotter neben dir, der sie mit eigenen Augen im Blick hat und dich warnt. Such dir eine freie Fläche ohne Menschen und prüf vorher auf der dipul-Karte, ob du dort fliegen darfst.

    dipul.de ↗

    WP 5

    5 Zoll draußen am Spot

    Mit einer 5-Zoll-Drohne kommen Tempo und Gewicht dazu. Fang auf einer weiten Wiese an, nicht zwischen Bäumen, und flieg mit Leuten, die schon Erfahrung haben. Auf unserer Spot-Karte siehst du, wo wir unterwegs sind.

    Spot-Karte →

    WP 6

    Mitglied werden

    Im Verein fliegst du nicht allein: Hallenabende im Winter, gemeinsame Flugtage und Leute, die dir beim Bauen und Löten helfen. Und wenn es mal gekracht hat, wird zusammen repariert.

    Mitglied werden →

    Checkliste vor dem Flug

    Geh sie vor jedem Akku durch und hak ab, was passt. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

    0von 11 DISARMED

    Hak ab, was du geprüft hast.

    Drohne
    Funk und Video
    Umgebung

    Glossar

    Die Wörter, die du am Spot und in der WhatsApp-Gruppe hörst, kurz erklärt: Such einen Begriff oder wähl ein Thema.

    Thema

    9 Begriffe für den Anfang

    Acro (Rate-Modus)
    Flugmodus ohne Selbstnivellierung. Die Drohne bleibt in dem Winkel, den du einsteuerst, bis du gegensteuerst. So fliegt fast jeder FPV-Pilot.
    Angle
    Flugmodus mit Selbstnivellierung: Lässt du den Knüppel los, richtet sich die Drohne gerade aus. Die Neigung ist begrenzt, Flips gehen damit nicht.
    Arming
    Scharfschalten der Motoren per Schalter an der Funke. Erst danach drehen die Motoren. Nach der Landung immer zuerst disarmen.
    Betaflight
    Verbreitete freie Firmware für Flugcontroller. Eingestellt wird sie mit der Betaflight App, im Browser oder als Programm. Mehr dazu unter Betaflight & Löten.
    Blackbox
    Flugdatenschreiber im Flugcontroller. Er zeichnet Gyro-Werte und Steuerbefehle auf, die man später zum Tuning auswertet.
    BNF, PNP, RTF
    Bind-N-Fly: fertig, nur noch an deine Funke binden. Plug-N-Play: ohne Empfänger. Ready-To-Fly: komplett mit Funke, oft auch mit Brille.
    Bando
    Szenewort für ein verlassenes Gebäude, von englisch „abandoned“. Fliegen nur mit Erlaubnis des Eigentümers.
    Binding
    Funke und Empfänger miteinander koppeln. Bei ExpressLRS geht das meist über eine gemeinsame Binding-Phrase in der Firmware.
    Cinewhoop
    Kleine Drohne mit Schutzringen um die Propeller, gebaut für ruhige Filmaufnahmen, oft in Gebäuden.
    Crossfire
    Funksystem von TBS für die Steuerung mit großer Reichweite. In Europa funkt es auf 868 MHz.
    dipul
    Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt. Auf ihrer Karte siehst du, wo in Deutschland Flugbeschränkungen gelten.
    DVR
    Digital Video Recorder: nimmt das Bild auf, das du in der Brille siehst, meist auf eine SD-Karte in der Brille.
    ELRS (ExpressLRS)
    Offenes Funksystem für die Steuerung, mit großer Reichweite und geringer Latenz. Es gibt Versionen für 2,4 GHz und für 868/915 MHz.
    ESC
    Electronic Speed Controller: der Regler, der die Drehzahl der bürstenlosen Motoren steuert.
    4in1-ESC
    Vier Regler auf einer Platine. Sitzt im Stack unter dem Flugcontroller und bekommt den Akkustrom.
    Failsafe
    Was die Drohne tut, wenn das Steuersignal abreißt. Bei FPV-Drohnen meist: Motoren aus. Vor dem ersten Flug ohne Propeller testen.
    FC
    Flugcontroller: Platine mit Prozessor und Gyro. Er rechnet aus deinen Steuerbefehlen die Drehzahl jedes Motors.
    Freestyle
    Fliegen ohne Strecke: Flips, Rolls, Powerloops und saubere Linien durch einen Spot.
    Goggles
    Die FPV-Brille. Sie zeigt das Live-Bild der Kamera an der Drohne.
    Gyro
    Sensor auf dem Flugcontroller, der misst, wie schnell sich die Drohne um jede Achse dreht.
    KV
    Kennzahl für Motoren: Umdrehungen pro Minute je Volt ohne Last. Für 6S nimmt man niedrigere KV als für 4S.
    EU-Kompetenznachweis A1/A3
    Online-Schulung mit Test beim Luftfahrt-Bundesamt. Pflicht für Drohnen ab 250 g in der offenen Kategorie.
    LBA
    Luftfahrt-Bundesamt. Hier registrierst du dich als Betreiber und machst den EU-Kompetenznachweis.
    LiPo, LiHV
    Lithium-Polymer-Akku: 3,7 V Nennspannung pro Zelle, voll geladen 4,2 V. LiHV ist die Hochvolt-Variante, voll geladen 4,35 V.
    Long Range
    Flüge, bei denen Reichweite und Effizienz zählen. Auch hier gilt: Der Spotter muss die Drohne mit eigenen Augen sehen.
    mAh, C-Rate
    mAh ist die Kapazität, also wie lange der Akku hält. Die C-Rate gibt an, wie viel Strom er liefern kann, als Vielfaches der Kapazität.
    1S bis 6S
    Zahl der Zellen in Reihe. 1S für Tiny Whoops, 4S oder 6S für 5 Zoll. Jede Zelle bringt 3,7 V Nennspannung.
    OSD
    On-Screen-Display: Einblendungen im Brillenbild, zum Beispiel Akkuspannung, Flugzeit und Warnungen.
    PID
    Der Regler im Flugcontroller, der die Drohne stabil hält (Proportional, Integral, Differential). Mit den PID-Werten stellt man ein, wie die Drohne reagiert.
    Powerloop
    Freestyle-Trick: ein Looping über oder um ein Hindernis herum.
    Prop wash
    Wackeln, wenn die Drohne in ihre eigene verwirbelte Luft fällt, zum Beispiel beim Abbremsen oder nach einem Flip nach unten.
    Rates
    Wie schnell sich die Drohne bei vollem Knüppelausschlag dreht. Eine persönliche Einstellung, ähnlich wie die Mausempfindlichkeit am PC.
    SmartAudio
    Protokoll, mit dem der Flugcontroller einen analogen Videosender steuert: Kanal und Leistung lassen sich dann im OSD-Menü ändern. IRC Tramp ist ein ähnliches Protokoll.
    Spotter
    Beobachter neben dir, der die Drohne mit eigenen Augen im Blick behält und dich warnt. Wer mit Brille fliegt, braucht einen Spotter.
    Stack
    Flugcontroller und 4in1-ESC übereinander auf Abstandshaltern, verbunden mit einem Kabelbaum.
    Throttle
    Gas. Der Knüppel steuert die Drehzahl aller Motoren gleichzeitig, also Steigen und Sinken.
    Tiny Whoop
    Sehr kleine Drohne mit Ringen um die Propeller, gemacht für das Fliegen in Räumen und in der Halle.
    Turtle Mode
    Schalterfunktion, die die Motoren rückwärts drehen lässt. So dreht sich eine Drohne, die auf dem Rücken liegt, wieder um.
    UART
    Serielle Schnittstelle am Flugcontroller mit einem TX- und einem RX-Pad. Empfänger und digitale Videosender hängen daran. TX geht immer an RX.
    VTX
    Videosender: funkt das Kamerabild zur Brille. Bei digitalen Systemen hängt die Kamera direkt am Sender.
    Air Unit
    So heißt bei DJI der digitale Videosender mit eigener Kamera. Er ersetzt bei digitalen Systemen den analogen VTX und die analoge Kamera.
    XT30, XT60
    Steckverbinder für den Akku. XT60 für 5 Zoll, XT30 für kleinere Drohnen mit weniger Strom.
    Yaw, Pitch, Roll
    Die drei Drehachsen. Yaw (Gieren) dreht um die Hochachse, Pitch (Nicken) kippt nach vorne oder hinten, Roll (Rollen) kippt zur Seite.

    Frag den Verein

    Du kommst beim Löten, in Betaflight oder bei der Kanalwahl nicht weiter? Im Flight Club Saar hilft dir jemand, der das schon hinter sich hat.